Wäsche waschen auf der ISS ist ein verlorenes Spiel. Du trägst das Hemd. Es stinkt. Du packst es in eine Tüte. Der Beutel verlässt die Station und verbrennt in der Atmosphäre. Abfall? Absolut. Aber für dreiwöchige Reisen ist es in Ordnung.
Der Mars ist keine drei Wochen alt. Mars ist Jahre. Nachschublieferungen kommen nicht. Wenn Sie Ihre Kleidung nicht waschen können, können Sie sie nicht haben. Nicht wirklich. Am Ende verfaulen synthetische Stoffe.
Gabe Xu sieht darin ein Problem der Mikroben. Gerüche sind nur die Nebenwirkung von Bakterien, die in Ihrem Baumwollhemd eine Party veranstalten. Töte die Partygäste, der Geruch verschwindet.
Xu von der University of Alabama in Huntsville und Chelsi Cassilly von der NASA bauten eine „Wäschepistole“. Es schießt kaltes Plasma auf Stoff. Nicht Feuer. Kein Dampf. Plasma. Konkret handelt es sich um einen Ionenstrahl, der durch die Zersetzung einer Mischung aus Helium, Luft und Wasserdampf erzeugt wird.
Die Ionen dringen in jeden noch so kleinen Winkel des Materials ein. Sie finden die Bakterien. Sie üben oxidativen Stress auf die Mikroben aus. Das klingt wissenschaftlich, denn es handelt sich im Grunde genommen nur darum, dass die Mikroben Gift trinken. Und sterben.
Funktioniert UV-Licht? Manchmal. Manche Mikroben ignorieren es. Nichts kann dieser Art von innerer Toxizität standhalten. Wer Arsen isst, stirbt. Ende der Geschichte. Tests ergaben, dass die Sporenzahl auf Baumwolltropfen zwischen 250.000 und 60.000 pro ml lag. Das ist ein gewaltiger Rückgang. Und der Stoff? Es überlebt.
Denken Sie an Lichtbögen. Heiß. Gefährlich. Dieser Plasmastrahl ist cool. Xu steckt seine Hand direkt hinein. Sicher.
Können Sie das morgen bei Best Buy kaufen? Wahrscheinlich nicht. Der aktuelle Kopf reinigt einen Bereich, der kleiner als ein Zentimeter ist. Es ist langweilig. Schmerzhaft. Wer hat dafür die Geduld?
Xu und Cassily wissen das. Sie skizzieren größere Maschinen. Eine Plasmawaschmaschine, die eine Kammer flutet. Ein Staubsaugeraufsatz für Oberflächen. Vielleicht sogar ein Sofareiniger.
Auf dem Mond oder Mars wollen Astronauten irgendwo schön sitzen. Nicht nur schlafen. Sitzen. Entspannen. Sie dürfen keine schmutzigen Möbel haben. Sie brauchen eine Couch, die sie reinigen können.
Diese Technologie macht das möglich. Es verwandelt steriles Überleben in tatsächliches Leben.
Wir denken immer, dass Raumhygiene bedeutet, sich zu schrubben und zu schwitzen. Es könnte bedeuten, dass Ihre Jeans mit Strom versorgt werden. Seltsam. Notwendig?
Wahrscheinlich.
Ist die Plasmawaschmaschine bereit? Noch nicht. Aber die Idee liegt da und wartet. Saubere Kleidung auf dem Mars klingt wie ein Luxus, bis man erkennt, dass es sich dabei lediglich um grundlegenden Anstand handelt.
Wie schrubbt man den Schweiß heraus, wenn das Wasser im Anzug gefroren bleibt?

































