Die NASA will das römische Weltraumteleskop früher starten.
Geplant ist September 2026. Das sind ganze neun Monate vor der ursprünglichen Frist „spätestens im Mai 2026“. Sicherlich ein ehrgeiziger Zeitplan. Aber auch ein konkretes.
Administrator Jared Isaacman stand im Goddard Space Flight Center in Greenbelt und nannte es eine „echte Erfolgsgeschichte“. Er führte eine Mischung aus öffentlichen Geldern, Regierungsgehirnen und der Hektik des Privatsektors an. „Fast unmögliche Missionen“, sagte er.
Okay, vielleicht war das eine Übertreibung. Es ist schließlich Ingenieurskunst.
Wonach Roman tatsächlich sucht
Denken Sie an große Ansichten. Wirklich groß.
Das römische Weltraumteleskop Nancy Grace zeigt nicht nur auf einen winzigen Punkt am Himmel. Es erfasst riesige Mengen an Infrarotbildern mit hoher Auflösung. A wide field of view.
Die meisten Missionen sind eng. Dieser ist breit.
Das bedeutet, dass Wissenschaftler gleichzeitig dunkle Energie, dunkle Materie und Exoplaneten untersuchen können. Aber wirklich? Es geht um das Unbekannte. Die seltsamen Anomalien. Die kosmischen Ereignisse hat niemand kommen sehen, weil die bisherigen Tools einfach nicht über die Möglichkeit zum Zoomen und Schwenken verfügten, um sie einzufangen.
Der Daten-Tsunami
Die primäre Missionsdauer beträgt fünf Jahre.
In dieser Zeit wird Roman rund 20.001 Terabyte an Daten sammeln. Stellen Sie es sich einfach vor. Genug Rohdaten, um etwa 100.00 Exoplaneten zu kartieren. Hunderte Millionen Galaxien. Milliarden einzelner Sterne.
Forscher werden nicht nur Objekte zählen. Sie suchen nach seltenen Phänomenen.
Dinge, die gegen die Regeln verstoßen. Ereignisse, die das Lehrbuchverständnis des Universums verändern. Wenn es solche gibt, hat Roman eine gute Chance, sie zu finden.
Mit einem Heavy Lifter fahren
Es geht nach Florida.
Austragungsort der Veranstaltung ist der Launch Complex 39A im Kennedy Space Center. Die Fahrt in den Orbit? Ein SpaceX Falcon Heavy.
Keine Soft Launches. Nur ein brutaler Antrieb, der diese empfindliche Kamera in den Weltraum schickt. Das genaue Datum steht noch in der Schwebe, bis die endgültigen Angaben beider Behörden vorliegen.
Das Management verbleibt bei NASA Goddard. Hilfe kommt vom Jet Propulsion Laboratory, dem Caltech IPAC im Süden Kaliforniens und dem Space Telescope Science Institute in Baltimore. Auch verschiedene Forscher tragen ihre Stimme dazu bei.
Die Rakete wird zünden. Der Himmel wird dunkler oder vielleicht klarer. Wer weiß genau, was sie dort herausfinden werden.
