Mond und Venus teilen sich die Abenddämmerung

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Schauen Sie nach Sonnenuntergang nach oben. Du siehst Venus. Wahrscheinlich. Im Westen ist es gerade blendend.

Der 18. Mai bringt eine Wendung. Eine schlanke Mondsichel schließt sich dem Planeten an. Erst zwei Tage alt. Nur 7 Prozent beleuchtet. Sie werden zusammen im schwindenden Licht schweben.

Spielt es eine Rolle, wie weit sie voneinander entfernt sind? Nicht wirklich. Die Leute schauen sie sowieso an, wann immer sie in der Nähe sind. Auch wenn die Entfernung nicht winzig ist.

Halten Sie Ihre Faust auf Armeslänge hoch. Das reicht für etwa zehn Grad. Der Mond steht am Montag etwa drei Grad rechts von der Venus. Ungefähr ein Drittel deiner Faust entfernt.

Was ist heller?

Die meisten vermuten Venus. Es ist eine scharfe Lichtnadel. Stechen Sie in Ihre Netzhaut. Eigentlich gewinnt der Mond. Kaum beleuchtet? Spielt keine Rolle. Es hat eine Stärke von -7,1. Venus hat nur -4,0. Diese Rechnung bedeutet, dass der Mond siebzehnmal heller ist.

Warum ignorieren wir das? Die Perspektive täuscht uns. Das Licht des Mondes breitet sich über einen größeren Teil des Himmels aus. Sieht dunkler aus als der konzentrierte sternförmige Nadelstich des Planeten.

Realitätscheck. Sie sind keine Nachbarn. Nicht einmal annähernd.

Der Mond ist 224.00 Meilen entfernt. Venus? Eine atemberaubende Entfernung von 124 Millionen Meilen. Sie reihen sich nur aneinander, um aus unserem spezifischen Blickwinkel auf der Erde gemeinsam zu erscheinen. Eine optische Täuschung, schlicht und einfach.

„Was wir sehen, ist eine Illusion der Perspektive.“

Bei Venus geht es jedoch besser. Im Mai wächst der Abstand zur Sonne von 24 auf 36 Grad. Von Norden aus ist es leicht zu erkennen. Es hängt hoch genug über dem Westhorizont, 25 Grad nach oben, um eine klare Sicht zu ermöglichen, bevor die Dämmerung vollständig verblasst.

Schnappen Sie sich ein Teleskop. Die Blendung hilft manchmal, es zu überdecken, aber dies ist die beste Zeit zum Betrachten. Die Scheibe sieht gewölbt aus. Ungefähr sieben Achtel lit. Klein, ja. Aber da.

Es geht spät unter. Gegen 22:50 Uhr Ortszeit. Im Juni steigt die Sichtweite noch weiter an und nähert sich der 11-Grad-Marke. Dann verblasst es wieder in Richtung Sonne. Bis zum nächsten Mal. 🌙✨