Abwasser ist einfach das Wasser, das aus unseren Städten und Industrien abfließt. Es transportiert alles von Toilettenspülungen bis hin zu Fabrikabflüssen. Wenn wir es direkt in Flüsse oder Seen leiten würden, würden wir das Ökosystem vergiften. Also wird es behandelt. Es durchläuft eine Station, um die Schädlinge zu entfernen, bevor es wieder in die Natur gelangt.
Aber hier ist die Wendung. Wir werfen dieses Wasser nicht einfach weg. Wir haben Verwendungsmöglichkeiten dafür gefunden. Und nein, du trinkst es nicht. Dafür sind die gesundheitlichen Risiken viel zu hoch. Aber für andere Aufgaben? Die Qualität der Balken ist deutlich geringer.
Abfall in erneuerbare Energie verwandeln
Noch bevor das Abwasser vollständig gereinigt ist, können wir daraus Energie gewinnen. Das Geheimnis liegt in der im Schlamm schwimmenden organischen Substanz.
Wir füllen dieses Zeug in Fermenter. Die Bakterien fressen die organischen Stoffe. Sie spucken Biogas aus. Dabei handelt es sich um erneuerbare Energie, die aus Biomasse gewonnen wird. Es geht nicht nur darum, Wasser zu recyceln; es ist Recyclingenergie. Wir verwandeln ein Verschmutzungsproblem in eine Treibstoffquelle.
Wer nutzt eigentlich aufbereitetes Abwasser?
Stellen Sie sich aufbereitetes Abwasser als „gebrauchtes Wasser“ vor. Es ist billiger als Trinkwasser. Kommunen lieben es, weil es Geld spart. Verschiedene Branchen nutzen es für unterschiedliche Zwecke, bei denen es jedoch nicht um Ihren Wasserhahn geht.
Die Landwirtschaft ist ein großes Thema. Landwirte nutzen es zur Bewässerung von Feldfrüchten. Golfplätze nutzen es, um ihre Grüns saftig zu halten. Das funktioniert, weil das Wasser kostengünstiger und tatsächlich mit Nährstoffen beladen ist. Pflanzen lieben zusätzlichen Dünger, besonders wenn er kostenlos ist.
Kommunalverwaltungen sind ebenfalls starke Nutzer. Sie sprühen es auf öffentliche Parks. Sie benutzen es, um Straßen zu waschen. Sie halten sogar Reserven für die Brandbekämpfung bereit. Es ist nicht rein, aber es ist nass und billig.
Auch die Industrie kommt nicht zu kurz. Fabriken verwenden es zum Reinigen von Geräten. Sie nutzen es zum Materialtransport. Für ihre Maschinen benötigen sie kein steriles Wasser. Sie brauchen Volumen.
Ist diese Praxis überall verbreitet?
Das sieht man nicht überall. Es kommt am häufigsten an Orten vor, an denen Wasser knapp ist. Wenn Sie durstig sind, trinken Sie, was Sie haben.
Nehmen wir als Beispiel Mexiko-Stadt. Sie verwenden fast 100 % ihres Abwassers wieder. Sie bewässern damit rund 85.000 Hektar Ackerland. Das ist eine gewaltige Operation. Sie haben keine Wahl. Die Dürren sind zu schwerwiegend, um alternative Quellen zu ignorieren.
Aber es gibt Risiken. Der Boden kann kontaminiert werden. Das Grundwasser kann leiden. Die Vegetation kann zu viel aufnehmen. Daher muss das Wasser strenge Qualitätskriterien erfüllen. Diese Standards sind nicht so streng wie für Trinkwasser, aber sie liegen nicht bei Null. Man kann immer noch nicht einfach rohes Abwasser auf einen Salat sprühen.
Die Technologie ist vorhanden. Die Ökonomie macht Sinn. Die einzige verbleibende Barriere ist oft nur die öffentliche Wahrnehmung. Können wir uns mit der Vorstellung abfinden, dass das Wasser unserer Stadt ein zweites Leben hat? Oder zumindest eine zweite Verwendung?



























