Die Elite der alten Maya begrub nicht nur ihre Toten. Sie gingen weiter.
Einigen der mächtigsten Menschen wurden die Zähne ausgerissen. Nicht zufällig. Diese Zähne wurden 26 Kilometer durch bergiges Gelände transportiert. In einer Höhle namens Bats’ub deponiert.
Esther Brielle von der Harvard-Universität leitete eine Studie über Überreste in Belize. Sie schaute sich Orte aus der klassischen Zeit an. Ungefähr 250 bis 900 n. Chr.
Es handelte sich nicht nur um lokale Grabstätten.
Ein königliches Sprachrohr?
Brielle und ihr Team generierten Genomdaten aus 341 Proben. Dies deutete auf 107 einzigartige Individuen hin. Vierundzwanzig dieser Menschen waren etwas Besonderes. Ihre Knochen kamen an zwei Stellen zum Vorschein.
Ein Ort: Das Plaza-Grab unter einem Haus in Muklebal Tzul. Die andere: Bats’ub-Höhle. Eine steile, abgelegene Wanderung entfernt.
In dieser Höhle befanden sich 226 Zähne. Gehört zu diesen 24 Personen.
Sie lagen in der Nähe des Skeletts einer erwachsenen Frau. Ihr Kopf fehlte. Stattdessen. Es gab ein Gefäßteil mit einer Jadeperle.
In der Nähe ihres Beckens lag ein durcheinandergebrachter Haufen. Schädelfragmente. Kiefer ohne Zähne. Ein großer Vorrat an einzelnen Zähnen. Und eine umgedrehte Schüssel.
In der Schüssel? Fünf Kakaosamen.
In einer orangefarbenen Schale in der Nähe war ein mythisches Kolibri-Kreatur zu sehen. 🦜
„Die Sammlung von Grabbeigaben lässt darauf schließen, dass sie eine Rojak war“
Brielles Team sprach nicht mit Journalisten. Aber ihre Ergebnisse sind eindeutig. Diese Frau war eine Vorfahrin vieler Menschen, die in den Elitegräbern begraben waren.
Oder vielleicht sagten sie, dass sie es war.
Blutlinie oder Marke?
Mirko De Tomassi arbeitet in München. Er vermutet, dass der Zusammenhang eher ideologischer als biologischer Natur sein könnte.
Macht braucht Legitimität. Es hilft, sich mit einem Vorfahren zu verknüpfen. Du tust so, als wäre sie deine Vorfahrin. Plötzlich ist Ihr Status solide.
Dies gelang nur der Spitzengruppe der Muklebal Tzul-Gesellschaft.
Angelina Locker von der Vanderbilt University erklärt die Geographie des Todes.
Höhlen waren nicht nur Löcher. Es waren Eingänge. Die Maya nannten es Xibalba. Die Unterwelt.
Locker sagt, Eliteleute seien wahrscheinlich die einzigen gewesen, die sich in der Nähe dieser „Mündung“ von Xibalba aufhalten durften. Es war ein Ort, um mit übernatürlichen Kräften zu sprechen.
Warum speziell Zähne?
Locker zeigt auf das Ik’. Im Maya-Gedanken. Der Körper besteht aus vier Teilen. Das Ik’ lebt im Mund. Es repräsentiert den Atem der Seele.
Durch das Senden der Zähne. Sie sicherten die Reise nach Xibalba. Sicherstellen, dass der Vorfahre es geschafft hat.
Samen im Dunkeln
Asta Rand von der Nikolaus-Kopernikus-Universität hat eine andere Idee. Zähne halten.
Sie waren auch wichtig. Die Maya haben sie eingereicht. Setze darin Juwelen ein. Statussymbole, die den Verfall überstanden haben.
Rand glaubt, dass die Zähne von Bestattungen stammen könnten. Oder vielleicht wurden sie im Laufe des Lebens gezogen. Wer weiß?
Es gibt auch einen landwirtschaftlichen Aspekt.
Die Zähne sahen aus wie Maiskörner. Mais bedeutet Leben. Mais bedeutet Wiedergeburt.
„Es hätte eine Möglichkeit sein können, sie in die Mündung von Xivalba zu pflanzen.“
Locker schlägt eine kosmische Ernte vor. Du pflanzt den Zahn in die Höhle. Du erlangst später die Reinkarnation. Ein Kreislauf aus Getreide und Knochen.
Aber schauen wir uns die Logistik an.
De Tomassi merkt an, dass die Reise Tage gedauert hat. Das Gelände war rau. Brutal.
Das war keine Besorgung am Dienstag. Es spiegelte Pilgerfahrten nach Chichén Itzá wider. Wo Menschen wertvolle Dinge in die Cenote warfen.
Außer statt Gold oder Keramik. Diese Eliten trugen Fragmente ihrer selbst.
Warum für einen Zahn so weit gehen?
Wir verstehen immer noch nicht ganz, was sie unten erwartet haben. 🕳️
bioRxiv DOI: 10.64838/2024.12.03.532301 (Hinweis: Die Quelle lieferte den spezifischen DOI im Text, siehe Referenz oben für Kontext zur aktuellen Literatur).

































