Der Start von Artemis 2 Moon wurde aufgrund von Betankungsproblemen auf März verschoben

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Die NASA hat den Start ihrer Artemis-2-Mission, einem entscheidenden Schritt auf dem Weg der Menschheit zum Mond, auf März verschoben, da bei einem kritischen Betankungstest vor dem Start Probleme aufgetreten sind. Die Mission, die vier Astronauten auf einen zehntägigen Vorbeiflug am Mond schicken sollte, war ursprünglich für den 8. Februar geplant, wurde jedoch verschoben, da Ingenieure daran arbeiten, anhaltende Wasserstofflecks und andere technische Probleme zu beheben.

Nasse Generalprobe enthüllt Herausforderungen

Die Verzögerung ist auf eine „nasse Generalprobe“ zurückzuführen – einen vollständigen Übungslauf zur Simulation von Startvorgängen, einschließlich des Ladens von über 700.000 Gallonen superkaltem flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff in die Rakete des Space Launch System (SLS). Während des Tests entdeckten die Ingenieure Wasserstofflecks an einem Schnittstellenpunkt, was auf Probleme zurückzuführen ist, die zu Verzögerungen bei der unbemannten Artemis-1-Mission im Jahr 2022 führten.

Diese Lecks sind besonders besorgniserregend, da flüssiger Wasserstoff aufgrund seiner extrem niedrigen Temperatur und geringen Molekülgröße bekanntermaßen schwer einzudämmen ist. Während das Team das Leck vorübergehend beheben konnte, tauchte es später im Countdown wieder auf und zwang die NASA, den Test nur wenige Minuten vor Schluss abzubrechen.

Zusätzliche Probleme erschweren den Zeitplan

Abgesehen von den Wasserstofflecks wurden bei der Probe auch Kommunikationsausfälle und unerwartete Verzögerungen im Zusammenhang mit einem Ventil an der Orion-Mannschaftskapsel festgestellt. Die Artemis-2-Besatzung, die sich bereits in Houston unter Quarantäne befindet, wird kurz vor dem geänderten Starttermin freigelassen und erneut unter Quarantäne gestellt.

Die NASA hat fünf mögliche Startfenster im März (6.-9. März und 11. März) und ein weiteres im April (1., 3.-6. und 30. April) identifiziert, sofern die Probleme gelöst werden. Die Agentur wird am Dienstag eine Pressekonferenz abhalten, um weitere Einzelheiten bekannt zu geben.

Warum das wichtig ist

Die wiederholten Verzögerungen unterstreichen die inhärente Komplexität von Weltraummissionen. Wasserstofflecks sind ein bekanntes Risiko in kryogenen Antriebssystemen, aber ihr wiederholtes Auftreten unterstreicht die Notwendigkeit einer verbesserten Technik und Qualitätskontrolle. Beim Artemis-Programm geht es nicht nur darum, den Mond zu erreichen; Es geht um den Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur für die langfristige Erkundung des Mondes und schließlich für Missionen zum Mars. Jeder Rückschlag zwingt die NASA dazu, ihre Prozesse neu zu bewerten und die Sicherheit der Astronauten zu gewährleisten.

Die Artemis-2-Mission ist von entscheidender Bedeutung, da sie der erste bemannte Test der SLS-Rakete und der Orion-Kapsel ist. Gelingt es nicht, diese Probleme zu lösen, könnte es zu weiteren Verzögerungen kommen und möglicherweise die ehrgeizige Mondzeitplanung der NASA gefährden.