Senat untersucht Gesundheitsunternehmen mit über 340 Milliarden Gewinnen aus dem Arzneimittelpreisprogramm

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Der Gesundheitsausschuss des US-Senats fordert Transparenz von Apexus, einem privaten Unternehmen, das erheblich vom 340B Drug Price Program profitiert, einer Bundesinitiative zur Senkung der Medikamentenkosten für Patienten mit niedrigem Einkommen. Senator Bill Cassidy (R-LA), Vorsitzender des Ausschusses und praktizierender Arzt, leitete die Untersuchung letzte Woche mit einem formellen Brief ein, in dem er um Einzelheiten zu den finanziellen Gewinnen, den Betriebsmethoden und dem Gesamtbeitrag von Apexus zum Programm bat.

Das 340B-Programm: Vom Sicherheitsnetz zur Milliardenindustrie

Das 1992 ursprünglich ins Leben gerufene 340B-Programm war darauf ausgelegt, eine begrenzte Anzahl gemeinnütziger Krankenhäuser zu unterstützen, die gefährdete Bevölkerungsgruppen versorgen. Der Kernmechanismus ermöglicht es diesen Anbietern, Medikamente zu stark ermäßigten Preisen zu kaufen, während sie Patienten und Versicherern Standardpreise in Rechnung stellen und so die Differenz einstecken. Apexus fungiert als zentraler Administrator und erhebt eine Gebühr für nahezu jede Transaktion innerhalb des Programms.

Allerdings hat sich der Umfang des Programms in den letzten Jahren dramatisch erweitert. Mittlerweile nehmen mehr als die Hälfte der gemeinnützigen Krankenhäuser in den USA teil, was eine Debatte unter Gesetzgebern, Pharmaunternehmen und Arbeitgebern auslöst, die argumentieren, dass dieses Wachstum die steigenden Gesundheitskosten verschärft hat. Die ursprüngliche Absicht, Krankenhäuser mit Sicherheitsnetzen zu unterstützen, hat sich verwischt, da sich das Programm zu einer milliardenschweren Industrie entwickelt hat.

Apexus auf dem Prüfstand: Gewinnmargen und Programmintegrität

Der Brief von Senator Cassidy hebt Bedenken hervor, dass Apexus als gewinnorientiertes Unternehmen direkt von der Ausweitung des 340B-Programms profitiert hat. Die zentrale Frage ist, ob die erzielten Einnahmen mit dem ursprünglichen Ziel des Programms übereinstimmen: der Bereitstellung erschwinglicher Medikamente für Bedürftige.

Ein Bericht der New York Times vom Januar 2025 ergab, dass Apexus für 2022 einen Umsatz von 227 Millionen US-Dollar und eine Gewinnmarge von über 80 % prognostizierte. Dieses Rentabilitätsniveau wirft Fragen darüber auf, wie diese Mittel zugewiesen werden und ob sie in die vorgesehenen Begünstigten reinvestiert werden.

Das Komitee sucht nach Antworten darauf, wo die Einnahmen des Programms letztendlich landen und ob das Geschäftsmodell von Apexus mit den humanitären Zielen übereinstimmt, die seiner Gründung zugrunde lagen. Die Untersuchung unterstreicht die wachsende Spannung zwischen privatwirtschaftlichem Profit und öffentlichen Gesundheitsinitiativen.

Die Untersuchung des Senats ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass das 340B-Programm sein ursprüngliches Versprechen erfüllt und gleichzeitig unbeabsichtigte finanzielle Anreize eindämmt, die seine Kernaufgabe untergraben könnten.