Eine Reihe koronaler Massenauswürfe (CMEs) und ein schneller Sonnenwindstrom treffen auf der Erde zusammen und schaffen Bedingungen, die das Nordlicht an diesem Wochenende (20.-22. März) bis nach Illinois sichtbar machen könnten. Das Space Weather Prediction Center der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat eine moderate (G2) geomagnetische Sturmwarnung herausgegeben, mit Potenzial für stärkere (G3) Bedingungen am 21. März.
Was treibt die Show an?
Die aktuelle Aktivität ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: jüngste CMEs, die auf die Erde einwirken, kombiniert mit einem Strom schnell fließender Sonnenwinde, der aus einem koronalen Loch in der Sonnenatmosphäre stammt. Es wird erwartet, dass diese vereinten Kräfte geomagnetische Stürme mit geringer (G1) bis mäßiger (G2) Intensität auslösen werden, wobei die Wahrscheinlichkeit stärkerer Stürme am Donnerstag erhöht ist.
Warum das wichtig ist: Bei geomagnetischen Stürmen geht es nicht nur um hübsche Lichter. Sie können Funkkommunikation, GPS-Systeme und im Extremfall sogar Stromnetze stören. Auch wenn die Prognose für dieses Wochenende keine katastrophalen Störungen vorhersagt, unterstreicht sie doch den Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und unserer technologischen Infrastruktur.
Wo Sie suchen müssen
Basierend auf NOAA-Prognosen haben die folgenden 18 Staaten die höchste Wahrscheinlichkeit, Polarlichter zu sehen:
- Alaska
- North Dakota
- Minnesota
- Montana
- Washington
- Idaho
- Wisconsin
- South Dakota
- Michigan
- Maine
- Vermont
- New Hampshire
- Oregon
- Wyoming
- Iowa
- Nebraska
- New York
- Illinois
Die Sichtbarkeit des Polarlichts ist jedoch unvorhersehbar. Die Bedingungen könnten stärker werden, wodurch die Lichter weiter nach Süden verschoben werden, oder schwächer werden, was dazu führt, dass sie überhaupt nicht zu sehen sind.
Wann Sie suchen sollten
Das beste Beobachtungsfenster ist heute Abend (20. März) und Donnerstag (21. März), da zu diesen Zeiten der Höhepunkt der geomagnetischen Aktivität erwartet wird. Bis zum 22. März dürfte die Aktivität allmählich zurückgehen, es bestehen jedoch möglicherweise noch Chancen.
Tipps zum Anschauen:
- Dunkler Standort: Finden Sie einen Ort abseits der Lichter der Stadt. Je dunkler der Himmel, desto besser.
- Nördlicher Horizont: Konzentrieren Sie sich auf den nördlichen Horizont.
- Geduld: Aurora-Anzeigen können unvorhersehbar sein. Geben Sie Ihren Augen Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen (20–30 Minuten), um eine optimale Sicht zu gewährleisten.
- Telefonkamera: Verwenden Sie die Kamera Ihres Telefons, um nach schwachen Leuchten zu suchen, da diese möglicherweise auf dem Bildschirm sichtbar sind, bevor das bloße Auge sie erkennt.
Tools und Ressourcen
Um Ihre Chancen zu verbessern, laden Sie eine Weltraumwetter-App herunter. Zu den empfohlenen Optionen gehören:
- Meine Aurora-Vorhersage und -Benachrichtigungen (iOS und Android)
- Weltraumwetter Live (iOS und Android)
Diese Apps bieten Echtzeitvorhersagen, die auf Ihren Standort zugeschnitten sind.
Die aktuelle Sonnenaktivität erinnert an die dynamische Beziehung unseres Planeten zur Sonne. Während Polarlichter ein spektakuläres Ergebnis dieser Verbindung sind, ist das Verständnis des Weltraumwetters für den Schutz unserer Technologie und Infrastruktur von entscheidender Bedeutung.
