NASA verzögert Weltraumspaziergang aufgrund medizinischer Probleme des Astronauten

10

Die NASA hat einen geplanten Weltraumspaziergang außerhalb der Internationalen Raumstation (ISS) am 8. Januar verschoben und dabei „medizinische Bedenken“ bei einem der Besatzungsmitglieder angeführt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem am Mittwochnachmittag ein gesundheitliches Problem aufgetreten war, obwohl die NASA zum Schutz der Privatsphäre des Astronauten spezifische Details zurückhält. Die Lage wird als stabil gemeldet und die Agentur beabsichtigt, später einen neuen Termin für den Weltraumspaziergang bekannt zu geben.

Einzelheiten und Zweck des Weltraumspaziergangs

Der Weltraumspaziergang, der ursprünglich für etwa 8:00 Uhr EST (1300 GMT) geplant war, hätte etwa 6,5 Stunden gedauert. Die Astronauten Mike Fincke und Zena Cardman bereiteten sich auf die Arbeit an den Stromkanälen der ISS vor, in Erwartung der Installation einer neuen International Space Station Roll-Out Solar Array (iROSA). Dieses Upgrade ist von entscheidender Bedeutung, da die iROSA die Station mit zusätzlicher Energie versorgen und sie zu gegebener Zeit aus der Umlaufbahn entfernen wird.

Meilensteine auf dem Spiel

Dieser Weltraumspaziergang war für beide Astronauten von Bedeutung: Es wäre Cardmans erster und Finckes zehnter gewesen und hätte ihn für den NASA-Rekord mit fünf anderen amerikanischen Astronauten gleichgesetzt – Bob Behnken, Stephen Bowen, Chris Cassidy, Michael Lopez-Alegria und Peggy Whitson. Der Weltrekord liegt weiterhin bei 16 und wird vom russischen Kosmonauten Anatoly Solevyev gehalten.

Zukunftspläne

Die NASA bereitet sich außerdem auf einen weiteren Weltraumspaziergang am 15. Januar vor, bei dem namenlose Astronauten eine hochauflösende Kamera ersetzen und Navigationsausrüstung für besuchende Raumschiffe installieren werden. Diese bevorstehenden EVAs markieren die ersten im Jahr 2026 und werden der 278. und 279. Weltraumspaziergang sein, der seit ihrer Gründung auf der ISS durchgeführt wurde.

Die Verschiebung verdeutlicht die inhärenten Risiken der Raumfahrt und die Bedeutung der Gesundheit von Astronauten. Während die NASA die Verzögerung transparent macht, ist die Zurückhaltung medizinischer Daten ein Standardverfahren, um die Privatsphäre der Besatzungsmitglieder zu schützen. Dieses Ereignis unterstreicht die sorgfältige Planung und Überwachung, die für Operationen auf der ISS erforderlich ist, wo selbst geringfügige Gesundheitsprobleme kritische Zeitpläne stören können.