Das Vereinigte Königreich könnte dieses Weihnachten einen flüchtigen, winterlichen Anflug erleben, obwohl großflächiger Schneefall unwahrscheinlich ist. Das Met Office berichtet, dass Hochdrucksysteme entstehen, was für viele Regionen trockenere Bedingungen und die Möglichkeit vereinzelter Schauer bedeutet. Es wird zwar nicht erwartet, dass es ungewöhnlich kalt wird, aber die Temperaturen sinken tagsüber auf Höchstwerte von 7 °C und über Nacht auf Tiefstwerte von -3 °C bis -4 °C – genug, damit sich der Weihnachtsmann wie zu Hause fühlt.
Begrenzter Schneefall erwartet
Laut Marco Petagna, Meteorologe des Met Office, besteht an der Südküste Englands, insbesondere in Devon und Cornwall, die höchste Wahrscheinlichkeit, einen kurzen „winterlichen Sturm“ zu erleben. Allerdings gilt bereits eine einzige Schneeflocke aus meteorologischer Sicht als „weiße Weihnacht“.
Historisch gesehen hat es in Großbritannien in 54 der letzten 66 Jahre am Weihnachtstag geschneit. Die Royal Meteorological Society (RMetS) stellt fest, dass seit 2020 jedes Jahr, außer 2024, technisch gesehen als weiße Weihnachten gilt – obwohl der Schnee in den letzten Jahren nicht durchgängig nachgelassen hat. Das letzte Mal, dass eine nennenswerte Schneedecke weit verbreitet war, war im Jahr 2010, als 83 % der Stationen Schnee auf dem Boden meldeten.
Warum Schnee jetzt seltener vorkommt
Die zunehmende Seltenheit schneereicher Weihnachtstage spiegelt umfassendere Klimatrends wider. Im Vereinigten Königreich gab es in den letzten Jahrzehnten wärmere Dezembertage, was die Gesamtwahrscheinlichkeit von Schneefällen verringerte. Das heißt nicht, dass es aufgrund der natürlichen Schwankungen nicht immer noch zu Kälteeinbrüchen kommen kann, aber die Chancen stehen gut, dass es in den Feiertagen zu ausgedehnten Schneefällen kommen wird.
Historisch gesehen waren die Winter strenger. Die „kleine Eiszeit“ (16.–19. Jahrhundert) brachte durchweg strenge Winter mit sich und beeinflusste Literatur wie die verschneiten Weihnachtsszenen von Charles Dickens. Vor 1752, als Großbritannien den gregorianischen Kalender einführte, fiel Weihnachten später in den Winter, was die Wahrscheinlichkeit kälterer Bedingungen erhöhte.
Der aktuelle Trend ist klar: Eine erhebliche Schneedecke am Weihnachtstag wird eher zur Ausnahme als zur Regel. Die Daten des Met Office zeigen, dass der größte Teil des Schneefalls in Großbritannien zwischen Januar und März fällt. Wer also auf Schneetage hofft, sollte sich auf das neue Jahr freuen.
Wie Sara Coleridge schrieb: „Der Januar bringt den Schnee und lässt unsere Füße und Finger glühen.“ An diesem Weihnachtsfest wird es jedoch wahrscheinlich weniger um Schneebälle als vielmehr um wärmere Fröhlichkeit gehen.
