Artemis 2: Der nächste Sprung der Menschheit über die Erde hinaus

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Die NASA-Mission Artemis 2, deren Start bereits für den 8. Februar geplant ist, ist bereit, vier Astronauten auf einen zehntägigen Vorbeiflug am Mond zu schicken – eine Reise, die die Grenzen der bemannten Raumfahrt weiter verschieben wird als je zuvor. Die Mission mit den Astronauten Reid Wiseman, Jeremy Hansen, Victor Glover und Christina Koch wird bereits mit einer speziellen Gedenk-Titelausgabe des Time -Magazins gefeiert, die am 30. Januar erscheint.

Eine neue Ära der Mondforschung

Die Artemis-2-Mission ist nicht nur ein weiterer Raumflug; Es stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Monderkundung dar. Das von der SLS-Rakete angetriebene Raumschiff Orion wird die Besatzung 4.700 Meilen über die andere Seite des Mondes befördern – und damit den bisherigen Rekord von Apollo 13 von 158 Meilen übertreffen. Dies ist die weiteste Reise, die Menschen jemals in den Weltraum unternommen haben, und es markiert einen entscheidenden Moment in der Wiederbelebung der Mondambitionen.

Der Kontext der Mission ist entscheidend: Es ist über ein halbes Jahrhundert her, seit sich Menschen das letzte Mal in die Nähe des Mondes gewagt haben. Der erneute Fokus auf Mondreisen ist nicht nur wissenschaftlicher Natur; es ist auch geopolitisch. NASA-Administrator Jared Isaacman hat erklärt, dass das Artemis-Programm darauf abzielt, die Führungsrolle der USA im Weltraum zu behaupten, und plant, vor 2028 eine Mondbasis zu errichten. Dieses Ziel wird durch einen wachsenden Wettlauf um den Weltraum vorangetrieben, insbesondere mit China, da beide Nationen um die Vorherrschaft bei der Monderkundung konkurrieren.

Echoes of Apollo: Eine Rückkehr zur Inspiration

Die Sonderausgabe von Time zieht Parallelen zwischen Artemis 2 und der historischen Apollo 8-Mission von 1968. Apollo 8 war der erste bemannte Flug, der den Mond umkreiste, ein risikoreiches Unterfangen, das den Weg für die Landung von Apollo 11 ebnete. Der Erfolg von Apollo 8 war entscheidend; sein Scheitern hätte wahrscheinlich das gesamte Programm lahmgelegt.

Jeffrey Kluger hebt in seinem Beitrag „Zurück zum Mond“ diesen Zusammenhang hervor und stellt fest, dass beide Missionen zu Zeiten ankommen, in denen die Menschheit einen Moment der Vereinigung gebrauchen könnte. Das Apollo-Programm und jetzt Artemis bieten ein gemeinsames Gefühl von Staunen und Erfolg, das über nationale Grenzen hinausgeht.

„Eine Rückkehr in die Mondumgebung wird nicht nur einen erheblichen Vorteil in jedem Weltraumwettlauf mit China darstellen, sondern auch eine Art öffentlichen Aufschwung bieten, den die Raumfahrt bisher einzigartig bieten konnte.“

Jenseits der Wissenschaft: Ein Moment für die Menschheit

Bei der Mission Artemis 2 geht es nicht nur darum, Rekorde zu brechen. Es geht darum, das Gemeinschaftsgefühl neu zu entfachen und zu zeigen, was die Menschheit erreichen kann, wenn sie ehrgeizige Ziele im Visier hat. Wie Kluger schreibt, könnte die Mission die gleiche Art von „Magie“ bieten wie Apollo 8 im Jahr 1968, einen Moment gemeinsamer Hoffnung in einer turbulenten Welt.

Der Start von Artemis 2 wird der Geschichte der Weltraumforschung vier neue Namen hinzufügen, die nicht nur eine Besatzung, sondern einen Abgesandten für die Milliarden Menschen repräsentieren, die auf der Erde bleiben. Die Mission ist auf dem besten Weg, ein globales Drama, ein globaler Triumph und eine globale Freude zu werden – ähnlich wie die Apollo-Missionen zuvor.